Kaninchenzucht Mecklenburgische Seenplatte

Chronik des Kaninchenzuchtvereins M25 Neustrelitz

bis zum Jahr 1932 | Entwicklung der Sparte M 25

Die Entwicklung der Rassekaninchenzucht in Neustrelitz und Umgebung bis zum Jahr 1932

Die Wiege der Deutschen Rassekaninchenzucht stand in Chemnitz. Am 12.April 1880 wurde in der Gaststätte Bienenstock der 1.deutsche Kaninchenzüchterverein gegründet. Hier in unserer Region entwickelte sich die Rassekaninchenzucht nach dem 1.Weltkrieg. Diese Einschätzung ist nicht 100%ig, da uns aus dieser Zeit keine Unterlagen zur Verfügung standen. Es wäre jedoch möglich, daß die Anfänge der Rassekaninchenzucht schon zu Beginn des 20.Jahrhundert in Neu- und Altstrelitz ihre Heimstatt fand. Ab 1919können wir dokumentarisch belegen, daß die Rassekaninchenzucht in Strelitz beheimatet ist.

Diesem sehr arbeitsaufwendigen Hobby hatten sich besonders interessierte Menschen in ihrer Freizeit und Feierabendbeschäftigung zugewandt. Zum Teil aus sportlichem Interesse, aber auch das Kaninchen als Zuchtobjekt und nicht zu vergessen die Wirtschaftlichkeit wie z.B. die Fleischerzeugung und weitere wirtschaftliche Werte wie Felle, Wolle und Dünger reizten die Menschen.

Zur damaligen Zeit gab es 2 Kaninchenzüchtervereine, den in Neustrelitz und den in Altstrelitz. Die erste große Ausstellung fand am 24. und 25. Juli 1920 in den Anlagen des Schützenhauses in Neustrelitz (beim Friedhof) statt.

Eine Kopie des Kataloges der ersten Kaninchenausstellung 1920 kann gegen eine Gebühr von 8.- DM und eines frankierten A-5 Rückumschlages bei der Kontaktadresse angefordert werden.

Es standen 200 Tiere zur Schau die von folgenden Vereinen wie Neustrelitz, Alt-Strelitz, Mirow, Friedland, Grevesmühlen, Neubrandenburg, Neustadt, Stavenhagen, Schwerin, Waren, Woldegk beschickt wurden.

In einem Bericht der Landeszeitung vom 24. Juli 1920 heißt es: Das Ausstellungsmaterial ist durchweg erstklassig, wahre Prachtexemplare befinden sich darunter. Die Vereine haben damit bewiesen, daß sie auf der Höhe sind. Es ist ja auch eine längst bewiesene Tatsache, daß die Kaninchenzucht keine Spielerei mehr, sondern für die Volksernährung von hervorragender Bedeutung geworden ist. Demzufolge wurden Ehrenpreise vom Mecklenburg-Strelitzer Staatsministerium, von der Landwirtschaftskammer und vielen anderen Institutionen gestiftet.

Interessant sei noch zu vermerken, daß die Strelitzer Vereine ihre Versammlungen in der Bürgerhorst im Lokal Krempin durchführten. Diese 3 Lokale lagen dicht an der Bahnlinie Neustrelitz-Mirow. Hier wurden die Volksfeste bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges gefeiert. Nach Ende des Krieges wurden diese Lokalitäten zerstört. Bis zum 13. März 1932 konnten wir das Bestehen des Kaninchenzüchtervereins Alt-Strelitz in der Landeszeitung verfolgen.

Der Neustrelitzer Verein bildete sich neu am 12. Februar 1932 und wurde mit dem Mecklenburgischen Kennzeichen M25 registriert.

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